Pasta natürlich färben: Paprika, Tomatenmark und Rote-Bete-Pulver
Bunte Pasta sieht nicht nur wunderschön aus, sondern macht das Selbermachen noch kreativer. Besonders gerne verwende ich natürliche Zutaten, die dem Teig neben der Farbe auch eine feine geschmackliche Note geben.
In diesem Beitrag zeige ich drei Möglichkeiten für warme rote, orangefarbene und violette Pastatöne:
- ungarische Paprika,
- Tomatenmark,
- und Rote-Bete-Pulver.
Dabei ist wichtig zu wissen, dass nicht jede Zutat auf dieselbe Weise in den Teig gegeben wird. Trockene Pulver kommen in der Regel zu den trockenen Zutaten. Flüssige oder feuchte Zutaten müssen dagegen bei der Berechnung der Flüssigkeitsmenge berücksichtigt werden.
Orangefarbene Pasta mit ungarischer Paprika
Eine meiner liebsten Möglichkeiten, Pasta natürlich zu färben, ist ungarische Paprika.
Paprikapulver verleiht dem Teig eine warme orange bis rötliche Farbe. Gleichzeitig bekommt die Pasta ein feines Aroma, das besonders gut zu kräftigen Saucen, Fleischgerichten, Pörkölt oder Gemüsegerichten passt.
Für eine milde Variante verwende ich gerne:
Wer die Pasta etwas würziger und pikanter mag, kann stattdessen scharfe Paprika verwenden:
Das Paprikapulver gebe ich direkt zu den trockenen Zutaten, also zum Hartweizengrieß oder zur Semola. Danach vermische ich alles gründlich, bevor die Flüssigkeit hinzukommt.
So verteilt sich die Farbe möglichst gleichmäßig im Teig.
Tomatenmark für eine kräftige orange Farbe
Auch Tomatenmark eignet sich sehr gut, um Pasta natürlich zu färben.
Es gibt dem Teig eine schöne warme, orange bis rötliche Farbe und ist in fast jedem Supermarkt erhältlich. Außerdem lässt es sich unkompliziert dosieren und verarbeiten.
Wichtig ist jedoch:
Tomatenmark gehört nicht zu den trockenen Zutaten.
Da es Feuchtigkeit enthält, muss es zur Flüssigkeitsmenge gerechnet werden.
Bei meinem Grundrezept bedeutet das:
Die Eier und das Tomatenmark kommen zuerst in den Messbecher. Anschließend wird mit Wasser bis zu einer Gesamtmenge von 190 ml aufgefüllt.
Das Tomatenmark ist also Teil der gesamten Flüssigkeitsmenge und wird nicht zusätzlich dazugegeben.
Dadurch bleibt das Verhältnis zwischen trockenen und flüssigen Zutaten ausgeglichen.
Die fertige Pasta bekommt eine besonders schöne Farbe und passt sehr gut zu mediterranen Saucen, Gemüsegerichten oder einfachen Pastasalaten.
Violette und rosafarbene Pasta mit Rote-Bete-Pulver
Für rosa, dunkelrote oder violette Pastatöne verwende ich am liebsten Rote-Bete-Pulver.
Die Farbe des rohen Teiges wird damit oft sehr intensiv und wunderschön. Nach dem Kochen wird sie etwas heller, bleibt aber deutlich besser erhalten als bei vielen flüssigen Varianten.
Besonders gute Ergebnisse habe ich mit hochwertigem Rote-Bete-Pulver erzielt.
Man kann es entweder selbst herstellen oder ein gutes Bio-Rote-Bete-Pulver kaufen.
Selbst getrocknetes Rote-Bete-Pulver
Ich habe Rote-Bete-Pulver auch schon selbst hergestellt.
Dafür muss die Rote Bete sehr gründlich und vollständig getrocknet werden, bevor sie fein gemahlen werden kann. Das Ergebnis kann sehr schön sein, allerdings fand ich die Herstellung recht aufwendig.
Die Rote Bete enthält viel Feuchtigkeit, und es dauert entsprechend lange, bis sie wirklich trocken genug zum Mahlen ist.
Trotzdem ist selbst gemachtes Rote-Bete-Pulver eine schöne Möglichkeit, wenn man gerne experimentiert und die Zutaten vollständig selbst vorbereiten möchte.
Für den Alltag ist ein hochwertiges Bio-Rote-Bete-Pulver oft die einfachere Lösung.
Warum ich Rote-Bete-Saft weniger gerne verwende
Viele färben Pastateig mit Rote-Bete-Saft.
Beim rohen Teig sieht das zunächst sehr schön aus. Die Farbe kann kräftig rosa oder violett wirken.
Beim Kochen wird sie jedoch häufig deutlich blasser. Ein großer Teil der Farbe geht ins Kochwasser über, und die fertige Pasta verliert viel von ihrem intensiven Farbton.
Mit Rote-Bete-Pulver habe ich bessere Erfahrungen gemacht.
Auch hier wird die Farbe beim Kochen etwas weniger intensiv als im rohen Zustand. Trotzdem bleibt die fertige Pasta sichtbar rosa bis violett und sieht sehr ansprechend aus.
Rote-Bete-Pasta für Pastasalate
Besonders schön finde ich Rote-Bete-Pasta für kalte Pastasalate.
Die Farbe sorgt sofort für einen besonderen Effekt und macht selbst einen einfachen Salat optisch interessant.
Sehr gut passen dazu zum Beispiel:
- Feta oder Hirtenkäse,
- Rucola,
- Walnüsse,
- geröstete Kerne,
- frische Kräuter,
- Joghurt-Dressing,
- oder ein leichtes Zitronen-Dressing.
Auch für ein Buffet oder ein festliches Essen ist die farbige Pasta eine schöne Idee.
Pulver oder feuchte Zutaten?
Beim natürlichen Färben ist vor allem wichtig, die Art der Zutat zu beachten.
Trockene Zutaten
Dazu gehören:
- Paprikapulver,
- Rote-Bete-Pulver,
- getrocknete Kräuter,
- andere fein gemahlene Gewürzpulver.
Diese werden normalerweise zu den trockenen Zutaten gegeben.
Feuchte Zutaten
Dazu gehören beispielsweise:
- Tomatenmark,
- Gemüsepüree,
- Gemüsesäfte,
- flüssige Kräutermischungen.
Sie müssen bei der gesamten Flüssigkeitsmenge berücksichtigt werden.
Bei meinem Pasta-Maker-Grundrezept werden Eier, feuchte Zutaten und Wasser deshalb zusammen bis auf insgesamt 190 ml abgemessen.
Mein Fazit
Natürliche Zutaten bieten viele Möglichkeiten, Pasta farbig und abwechslungsreich zu gestalten.
Ungarische Paprika sorgt für warme orange und rote Farbtöne. Tomatenmark ergibt eine kräftige, schöne Farbe und ist besonders unkompliziert erhältlich. Rote-Bete-Pulver eignet sich sehr gut für rosa und violette Pasta, deren Farbe auch nach dem Kochen noch sichtbar bleibt.
Besonders wichtig ist für mich, die Zutaten richtig in das Grundrezept einzurechnen:
Pulver kommt zu den trockenen Zutaten, Tomatenmark und andere feuchte Zutaten gehören zur Flüssigkeitsmenge.
In weiteren Beiträgen werde ich noch andere natürliche Farben zeigen und darüber berichten, welche Zutaten sich beim Pressen, Kochen und Trocknen besonders gut bewähren.
